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Wiedergeburt des Honda NSX

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Ein fernöstlicher Individualist ist zurück: der Honda NSX. In Detroit heißt das Konzept mit V6-Mittelmotor, Hybridsystem und Allradantrieb allerdings Acura NSX.

Wer auf der Detroit Auto Show 2012 nach dem Honda NSX Concept Ausschau hält, der muss zum Stand von Acura gehen. Dort steht der imposante NSX. In den USA ziert ein spitzes "A" Haube und Heck, wo im Rest der Welt Hondas "H" stehen wird. Ansonsten sind beide Typen gleich. "In drei Jahren wird der Acura NSX auf den Straßen zu sehen sein. Dabei werden wir neue Märkte, wie Saudi Arabien, Russland und auch die Ukraine erschließen", verrät Acura-Vizepräsident, Jeff Conrad, zur Serienreife. Die Verantwortung für das Projekt trägt Honda America, gefertigt werden soll der neue Honda NSX dann in Ohio. Auch nach Deutschland wird der V6-Benziner mit Sport Hybrid-System und 4x4-System kommen. Doch egal wo und unter welchem Namen, er wird Erinnerungen an seinen berühmten Vorgänger wecken, der vor mehr als 20 Jahren auf den Markt kam.

Der 4,33 Meter lange und 1,90 Meter breite NSX kauert sich mit gerade einmal 1,16 Meter Höhe auf den Boden der Messehalle. Mit einem 3,7 Liter großen V6-Benziner wartet er auf den Sprung. Der für den NSX typische Mittelmotor mit Benzindirekteinspritzung sitzt im Nacken des Piloten. Seine Kraft leitet er an die Hinterräder weiter. Unterstützt wird er von zwei Elektromotoren an den Vorderrädern. Im Bedarfsfall werden alle vier Räder angetrieben, zusätzlich können die Vorderräder einzeln beschleunigt und abgebremst werden. So sollen mit dem NSX besonders hohe Kurvengeschwindigkeiten möglich sein. Für noch mehr Temposteigerung des Leichtbau-Konzepts sorgt ein im Doppelkupplungsgetriebe integrierter E-Motor. Beim Fahrwerk setzt der NSX auf Mischbereifung. Vorne drehen sich 19 Zöller mit 255/35er Reifen, hinten kommen 275/30er Pneus auf 20 Zoll großen Felgen zum Einsatz. Wie der NSX auf der Rennstrecke performen könnte, zeigt ein offizieller Clip von Acura und Gran Turismo 5.

Der NSX war schon 1991 so ziemlich das Schärfste, was die Japaner jemals auf Räder stellten. Aluminium-Aufbau, 274-PS-Mittelmotor und ein Styling mit italienischem Akzent. Dazu einen Top-Speed von 270 km/h, dreistellig wurde es am Tacho nach 5,9 Sekunden. Kurz gesagt: Ein Ferrari für den Alltag, gepaart mit japanischer Zuverlässigkeit und der Gutmütigkeit eines hausfrauentauglichen Civic. Natürlich war auch die Ausstattung typisch japanisch, also komplett: Leder, Bose-System mit Tape-Laufwerk, Sechsgang-Getriebe – Anfang der Neunziger war das eine starke Ansage. Mittlerweile liegt die NSX-Präsentation über 20 Jahre zurück. Wenn die ersten Eindrücke vom Nachfolger nicht täuschen, hat sich das Warten gelohnt.

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